[Blogtour] Interview mit Tatjana Zanot

Willkommen zum zweiten Teil der Blogtour „Goldkinder: Ein Herz aus Chrom“. Nachdem ihr gestern schon bei Sonja von Buchreisender das Buch an sich kennenlernen konntet, möchte ich Euch heute die Autorin Tatjana Zanot vorstellen. Hierfür habe ich Tatjana zum Interview gebeten.

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Die Goldkinder
Hallo Tatjana,danke für Deine Zeit. Du bist die Autorin der Trilogie „Goldkinder“. Gerne würde ich meinen Lesern Deine Person näher bringen. Bitte erzähle doch kurz, wer Du bist und wie Du zum Schreiben gekommen bist.

Ich bin Tatjana, von allen bloß Tatti genannt. Ich bin 23 Jahre jung und wohne in Hannover. Ich liebe Eulen und das was andere Frauen mit Taschen haben, hab ich mit Büchern.
Zum Schreiben bin ich eigentlich durch meinen Bruder gekommen … Er hat immer Kurzgeschichten verfasst und ich fand das total cool. Ich wollte auch so sein. Und so fand ich auch ein Ventil für meine Fantasie.

Was machst Du sonst, wenn Du nicht gerade an einem Roman schreibst?

Ich hab eine Sprecherausbildung für Hörbücher und Hörspiele absolviert und hole ab August mein Abitur nach. Und sonst treffe ich mich gern mit meinen Freunden, lese, oder suchte Serien.

Band 2 und 3 der Goldkinder sind bereits veröffentlicht. Wie geht es weiter? Hast Du schon den nächsten Roman in der Mache?

Ich muss deine Frage kurz korrigieren: Band 1 und 2 sind bereits veröffentlich, Band 3 folgt jetzt die Tage. Zur Zeit versuche ich an einer Fantasygeschichte zu arbeiten, mit der ich mich ganz gerne beim diesjährigen kindlestoryteller bewerben wollen würde … Mal schauen, meistens holen mich die Goldkinder doch wieder zurück.

„Goldkinder“ ist Dein Debutroman. Es geht um einen Kriminalfall an einer Schule. Nicht unbedingt das typische Jugend-Thema in Zeiten von Twilight und Harry Potter. Warum ausgerechnet ein Krimi?

Ganz einfach: Mir selbst gefällt dieses Schema F, nachdem viele Jugendbücher heute ablaufen, selbst nicht. Die meisten Geschichten laufen zur Zeit so ab: Mädchen trifft Typ A, verliebt sich und dann kommt irgendein Konflikt. Dann kommt Typ B und am Ende muss sich das Mädchen zwischen A und B entscheiden. In vielen Fällen ist die Liebesgeschichte so vordergrundig, dass ich mich frage, wo das tatsächliche Leben einer 14/15/16-Jährigen bleibt. Ich meine, Mädchen und Jungs sind in diesem Alter wahnsinnig formbar. Durch dieses übergreifende Schema F bekommen Mädchen das Gefühl, dass das genaus DAS ist, was sie in ihrer Pubertät erleben müssen. Ich kenne unglaublich viele Mädchen in diesem Alter, die so von dem Wunsch geliebt zu werden geprägt sind, dass sie völlig vergessen, echte Freundschaften aufzubauen. Mit meinen Büchern möchte ich eben diese Werte wieder vermitteln. Freundschaft, Loyalität, Kameradschaft. Und natürlich kommt die Liebe auch nicht zu kurz, in dem Alter ist das bei uns allen irgendwie Thema gewesen
Für das Genre hab ich mich ganz einfach deshalb entschieden, weil ich die Komplexität der menschlichen Psyche einfach unglaublich faszinierend finde.

Die Schule und die Protagonisten sind nicht unbedingt alltäglich. Da gibt es die reiche Französin Fabienne, die Personal hat. Oder Percy, den Sohn des Grafen. Solche Charaktere findet man ja nicht unbedingt an der Gesamtschule von Paderborn oder Bielefeld wieder. War es Absicht, Charaktere zu schaffen, die eher untypisch sind?

Ich glaube nicht, dass solche Charaktere untypisch sind. Ich komme aus Hannover, hier haben wir praktisch alles. Da kann es sehr gut mal passieren, dass ein Kind aus einem Hartz IV Haushalt neben einem aus dem Zooviertel sitzt, wo garantiert Familien mit Personal leben.
Was Percy angeht stimme ich dir allerdings zu, Grafen gibt es so ja nicht mehr. Die Titel sind in Deutschland nicht mehr wirklich von Wert. Aber Neustadt-Hausen, so wie ich es mir vorstelle, ist eine Stadt, die sehr auf ihre traditionellen Werte erpicht ist. Da war es dann irgendwie klar, dass sie ihre Grafenfamilie weiterhin als Touristenanziehung verwenden.

Das Kern-Thema des Buches ist ziemlich brutal. Wie kamst Du auf diese Idee?

Wie schon erwähnt – Die menschliche Psyche ist wahnsinnig faszinierend. Das Thema mit der Organentnahme kam nicht unbedingt von mir, sondern durch Elias. Ich habe mich gefragt: was würde ihn zu einem Psychopathen machen? Was würde ihn antreiben? Ziemlich schnell wurde mir klar, dass er der Typ Mensch ist, der auf so eine abstruse Idee kommen würde. Und es auch durchzieht. Für ihn ist das Ausweiden eines Körpers das, was andere beim Organsmus erleben.

Hand aufs Herz: wie viel Motivation und Durchhaltevermögen braucht es, um seinen ersten Roman zu schreiben und zu beenden?

Viel. Sehr viel. Und allem voran braucht man Selbstvertrauen. Es gibt immer Menschen, die das, was du tust, nicht verstehen können. Aber das macht gar nichts, solange du selbst davon überzeugt bist.
Ich habe auch schon meinen eigenen Motivationstrick herausgefunden. ich betrachte das Schreiben als das, was es ist: als Arbeit. Wenn ich über einen längeren Zeitraum jeden Tag schreibe, ohne Pause, dann würde ich auch irgendwann blockieren. Einfach weil Seele und Körper so funktionieren. Ich hab für mich selbst festgestellt, dass ich auf lange Sicht länger motiviert bin, wenn ich mir zwischendurch auch wirklich mal eine Auszeit gönne und nicht schreibe. Wenn ich einen Bürojob hätte, würde ich am Wochenende ja auch nicht arbeiten

Hast Du den Roman im Alleingang entwickelt oder gab es Menschen, die Einfluss auf die Geschichte hatten? Wenn ja, magst Du bisschen darüber erzählen?

Ich glaube nicht, dass es auch nur eine einzige Geschichte gibt, die nicht durch etwas oder jemanden beeinflusst wurde. Die Goldkinder beispielsweise sind stark durch meine eigenen Schulfreunde beeinflusst. Auch die Gespräche, die Gedanken über das Erwachsenwerden; das kommt alles aus meiner eigenen Schulzeit.
Im Alleingang hab ich die Geschichte dennoch geschrieben. Es gibt da einen Spruch: „As a writer you own everything that happens to you“. Ich würde niemals einen Menschen eins zu eins in eine geschichte übernehmen. Einfach aus dem Grund, dass Persönlichkeiten unglaulich komplex sind und durch die Geschehnisse im Buch immer anders werden, als sie tatsächlich vielleicht sind. Aber ich würde nicht behaupten, dass man in meinen Büchern niemanden findet, der irgendwem in irgendeiner Art ähnlich ist – sei es nur die Haarfarbe oder die Art, wie sich jemand die Nase schnäuzt.

Du hast tolle Models für Dein Covershooting gewonnen. Alle Deine Models tragen Masken auf den Fotos. Warum die Masken? Was ist die Idee dahinter?

Gegenfrage: Tragen wir nicht alle eine Maske? Eine Art zweites Gesicht, welches unser wahres Gesicht verbirgt? Es ist eine Art Schutzfunktion, vor allem in der Schulzeit. Viele wollen es nicht nicht so zeigen, wie sie vielleicht tatsächlich sind, aus Angst, dann ausgegrenzt zu werden. Manchmal tut man das, um sich selbst zu schützen; manchmal, um andere zu schützen.
Ich denke, gerade die Goldkinder sind Meister darin, eine Maske zu tragen, um alle von ihrem perfekten leben zu überzeugen.
Denn seien wir doch einmal ehrlich: Die weniger Beliebten wollen nicht wissen, dass das Leben der Super-Beliebten in Wahrheit genauso beschissen ist. Cliquen wollen nicht, das sie sich im Kern vielleicht sogar ähneln.

Danke Tatjana für dieses spannende Interview und den Blick hinter die Kulissen der Goldkinder.

Das Gewinnspiel:

Frage: Wer hat Tatjana dazu inspiriert, selbst zu schreiben?

Schreibt die Antwort bitte in die Kommentare unter diesen Beitrag. Die Teilnahmebedinungen des Gewinnspiels findet ihr hier. Mit der Beantwortung der Frage erklärt ihr Euch damit einverstanden.

Blogtour_Goldkinder_Gewinnspiel


Alle Stationen der Blogtour:

25. Mai – Vorstellung des Buches: http://buchreisender.de/
26. Mai – Vorstellung Autorin: https://wiktoriaslife.com/
27. Mai – Charakter Fabienne: http://tausend-leben.blogspot.de/
28. Mai – Charakter Emma: http://meinelesechallenges.blogspot.de/
29. Mai – Charakter Carmen: http://escape-into-dreams.blogspot.de/
30. Mai – Charakter Isabel: https://eulenleben.de/
31. Mai – Vorstellung Neustadt-Hausen: https://www.facebook.com/UnserekleineBuecherwelt1/
1. Juni – Blick in Band 2: http://sandystraumwelt.blogspot.de/
2. Juni – Vorschau auf Band 3: www.buecherfunke.de
3. Juni – Gewinnerbekanntgabe – auf allen Blogs

14 Comments

Morgen 🙂
Zum schreiben ist sie durch ihren Bruder gekommen.
Er schrieb immer Kurzgeschichten und das fand sie so cool das sie so mit auch anfing selber zu schreiben!
LG Jenny
jspatchouly@gmail.com

Reply

Hallo,

ihr Bruder hat sie zum schreiben inspiriert.

LG
SaBine

Reply

Ihr Bruder hat sie dazu inspiriert.

Liebe Grüße,
Daniela

Reply

Hey 🙂
Danke für dieses schöne Interview.
Ihr Bruder hat sie dazu inspiriert Bücher zu schreiben.
Liebe grüße Shuting 🙂

Reply

Ihr Bruder, weil sie es cool fand, dass er Kurzgeschichten schrieb und das auch machen wollte.
Das Interview ist echt interessant, weil nicht nur die typischen Frage gestellt wurden

Reply

Der Bruder war ihr Vorbild.
Schönes Interview. Interessante Fragen und ebenso interessante Antworten, die Einblicke geben.
lg
Klara

Reply

Hallo,
vielen Dank für das tolle Interview. 🙂
Zu deiner Frage: Ihr Bruder hat sie zum schreiben inspiriert.
Liebe Grüße
Isabell

Reply

Hallo 🙂

das war ihr Bruder. Gut so 🙂

Ganz liebe Grüße
Jutta

Reply

Huhu =)
Ihr Bruder hat sie zum Schreiben inspiriert, da er immer Kurzgeschichten verfasst hat.
Liebe Grüße
(shanklin@gmx.de)

Reply

Huhu,
ihr Bruder hat sie mit seinen Kurzgeschichten inspiriert. Das fand sie cool und hat ihrer Fantasie daraufhin auch übers Schreiben ein Ventil gegeben.
LG und schönes We,
Madita

Reply

Hallo!
Danke für das tolle Interview!
Tatjana wurde durch ihren Kurzgeschichten verfassenden Bruder dazu inspiriert!
Liebe Grüße, Anakalia (st47k@aol.com)

Reply

Hallo,

sie ist durch ihren Bruder und dessen Kurzgeschichten zum schreiben gekommen.

LG Tina

Reply

Hi,
ihr Bruder hat sie inspiriert zu schreiben, da sie von seinen Kurzgeschichten begeistert war.
LG Stefanie
stefanie.aden@web.de

Reply

Hallo,

toller Beitrag… sie wurde von ihrem Bruder und dessen Kurzgeschichten inspiriert 😀

LG

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