[Türchen Nr. 13] – Mama geht online: Weihnachtsmann oder Christkind?

Mein Blog heißt: Mama geht online

Hier findet ihr michwww.mama-geht-online.de

Ich heiße: Anke

Ich bin: Ich bin 36 Jahre alt und die Mama eines (fast vierjährigen) Sohnes, mein absoluter Sonnenschein. Zusammen mit meiner kleinen Familie, die der natürlich auch der Papa gehört, wohnen wir im schönen Erlangen. Mein Blog ist mein größtes Hobby. Ansonsten bin ich ein absoluter Fan von Hörspielen und Hörbücher und kann ohne einfach nicht einschlafen.

So lange blogge ich schon: Mitte 2015

Darüber blogge ich: In meinem Blog schreibe ich über unseren Alltag und die Schwierigkeiten, die bei zwei berufstätigen Elternteilen damit verbunden sind. Außerdem gebe ich in regelmäßigen Abständen Ausflugstipps und berichte euch, was man mit Kindern im schönen Franken so alles erleben kann.

Weihnachtsmann oder Christkind?
Wer bringt bei euch die Geschenke?

Bildrechte: http://mama-geht-online.de/
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Die Adventszeit ist etwas Wunderbares und vertreibt einem das Warten bis zum eigentlichen Weihnachtsfest. Natürlich ist es jedes Jahr irgendwie dasselbe, aber genau das ist für mich das Schöne an der Weihnachtszeit. Etwas Beständiges, Wiederkehrendes, eben Tradition. Und ich bin ein großer Fan von Traditionen und Bräuchen.Natürlich sind die Bräuche regional unterschiedlich. Weihnachtsmann, Nikolaus oder Christkind? Ja, was denn nun? Blickt da noch jemand durch?Ich lebe mit meiner Familie in Bayern, genauer gesagt in Mittelfranken. Unsere Stadt ist vorwiegend protestantisch, so wie auch wir. Nicht, dass wir übermäßig gläubig wären … Ich würde uns sogar als U-Boot-Christen bezeichnen. Wir tauchen das ganze Jahr über ab, und nur zu besonderen Anlässen wie Hochzeiten, Taufen und eben Weihnachten tauchen wir wieder auf, um in die Kirche zu gehen. Religion wird bei uns nicht groß geschrieben. Wohl aber die Tradition.Und zu dieser Tradition gehört es, dass zu uns an Weihnachten das Christkind kommt und die Geschenke bringt. Natürlich heimlich und ohne, dass wir es sehen. Als ich noch ein Kind war, sind wir an Heiligabend immer in den Kindergottesdienst gegangen und als wir zurück waren, lagen da plötzlich Päckchen unter dem Weihnachtsbaum. Wie meine Mutter das angestellt hat, weiß ich bis heute nicht. Und ich will es auch gar nicht wissen. Ich behalte es lieber als Weihnachtswunder in meiner kindlichen Erinnerung. Vor der Bescherung wurde gegessen und erst danach durften die Geschenke ausgepackt werden.Wir behalten diesen Ablauf des Weihnachtsfestes auch bei unserem Sohn bei. Dieses Jahr wird es bereits das vierte Weihnachtsfest mit unserem kleinen Schatz sein und es ist so wunderschön zu beobachten, wie er von Jahr zu Jahr mehr vom Fest, der Tradition und dem ganzen Drumherum mitbekommt.

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Wie gesagt, zu uns nach Hause kommt an Heiligabend das Christkind. Bei uns in Mittelfranken und vornehmlich im protestantischen Erlangen kommen eben nicht der Nikolaus (katholisch) und schon gar nicht der Weihnachtsmann (CocaCola). Auch am 6. Dezember, am eigentlichen Nikolaustag, bekommt der Junior von uns nichts geschenkt. Keinen Schokoladen-Weihnachtsmann und auch sonst nichts. Denn diese Tradition gibt es bei uns bereits am St. Martinstag, also am 11. November. Da kommt nämlich der Pelzmärtel und verteilt Süßes an die braven Kinder (und an die nicht so braven auch). Ursprünglich hatte der Pelzmärtel für die unartigen Kinder noch eine Rute dabei, aber heute muss niemand mehr vor ihm Angst haben. Dafür gibt es viele Süßigkeiten, Nüsse und Mandarinen.Als wir vergangenes Jahr am 11. November vom Laternenumzug der Kinderkrippe nach Hause kamen, hing an unserer Haustür ein großer Strumpf, prall gefüllt mit Leckereien. Da hat der Junior ganz große Augen bekommen, denn damit hat er nicht gerechnet. Und genau diese Überraschung und die großen Augen sind doch das Besondere an der Weihnachtszeit. Dann geht mein Mamaherz auf und ich würde am liebsten Heulen. Ach ja, die Weihnachtszeit ist die schönste Zeit.

4 Comments

Tolles Gefühl, seinen eigenen Text zu lesen. Danke dir, liebe Alicja, auf diesem Wege noch mal für den tollen Adventskalender und die abwechslungsreichen Texte. Ich schau morgen wieder vorbei 😉
LG Anke

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Zu uns kommt der Weihnachtsmann. Soweit ich weiß, ist er keine Erfindung von CocaCola. Seinen Ursprung hatte er schon vor 1931, als er zur Werbefigur wurde. Das Vorbild soll tatsächlich der Bischof St. Nikolaus sein.
Aber egal, wer die Geschenke bringt. Das Wichtigste sind die glücklichen Kinder und die Zeit mit den Lieben.

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Liebe Anke,
Erst einmal ganz liebe Grüße in meine Heimatstadt Erlangen!
Ein wirklich schöner Beitrag! In meiner Kindheit (in Erlangen) war es genauso wie bei Dir (Pelzmärtel und Christkind).
Hier im tiefsten Oberbayern kam dann der Nikolaus und der Weihnachtsmann🙈, was mich echt überlegen ließ, was ich meinen Kindern erzähle… Aktuell hilft das Christkind dem Weihnachtsmann (für die Kleine), aber der Pelzmärtel musste dem Nikolaus weichen, denn die Kinder verbinden hier mit St.Martin eben „nur“ die Laternenumzüge… irgendwann ist die Phase ja leider eh vorbei.. wobei ich das echt schade finde! Bis dahin aber.. eine wunderbare Weihnachtszeit

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Hallo!

Bei uns in Österreich kommt das Christkind. Meine Tochter hat sogar Angst vorm Weihnachtsmann.

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