Wiktoria's Life

Pläne? Ich mache keine Pläne, ich bin Mutter!

Es ist 20.36 Uhr und normalerweise würde ich um diese Zeit gemütlich am Laptop sitzen und meinen Text für #29daysofblogging für euch schreiben. Die Mausi wäre seit etwa 2 Stunden im Bett, meine Küche wäre sauber und die Wäsche aufgehängt.

Es ist 20.39 Uhr und ich liege im Bett mit der müden aber noch lange nicht schlafenden Mausi. Die Küche schaut aus, in der Waschmaschine wartet nasse Wäsche. Und ich überlege ob ich heute wirklich nichts mehr schreibe. Je nach dem wie lange das hier noch geht habe ich vielleicht gar keinen Nerv mehr auf den Blog. Also mache ich aus der Not eine Tugend und schreibe jetzt genau darüber.

Und bevor jetzt böse Kommentare kommen ich würde mit Kind im Bett aufs Smartphone schauen. Stimmt, tue ich gerade. Aber es ist nicht die Regel außerdem will hier eh niemand schlafen. Also kann ich auch zehn Minuten bloggen.

Tja so ist das als Mama. Man nimmt sich etwas für den Feierabend vor und das Kind entscheidet ganz spontan dass es heute eben keinen Feierabend gibt. Das passiert auch gerne tagsüber wenn das Mausi genau dann einen besonders ausgiebigen Mittagsschlaf hält wenn man gerade da eigentlich einen wichtigen Termin hat.

Mama sein erfordert maximale Flexibilität. Auch wenn es manchmal nervt. Um sie dreht sich nun mal die Welt, da hat alles andere zu warten.

Och, ich glaube sie schläft langsam ein! Dann lege ich mal das Smartphone weg und begleite sie in den Schlaf.

Gute Nacht!

Halbe Stunde später:
so, ich habe den Beitrag noch etwas aufgehübscht. Das fehlende Titelbild eingefügt.

Die Mausi schläft immer noch. Manchmal fordert einem diese Flexibilität schon Einiges ab. Mehr Kompromisse als man eigentlich eingehen möchte. Wenn man keinen Babysitter findet und in der Krankengymnastik nicht entspannen kann sondern das Kind irgendwie beschäftigen muss während der Physiotherapeut versucht zwischen Kind und Wahnsinn die Verspannungen zu lösen. Wenn man auf dem Heimweg von irgendwo noch kurz in den Supermarkt will aber das Kind genau kurz davor im Kindersitz einschläft. Statt kurz einkaufen fährt man noch 20 Minuten in der Gegend umher. Denn bei meinem Kind ist dieser Schlaf oft der einzige des Tages. Oder wenn man auf der Autobahn an drei Rasthöfen vorbeifährt obwohl man so dringend mal anhalten müsste. Aber dann wacht das Kind auf und schreit möglicherweise die restliche Zeit der Fahrt. Termine irgendwo lege ich grundsätzlich nur in ganz kleine Zeitfenster. Ich bin Mama und zu Hause und habe Zeit? Von wegen! Alles vor 9 Uhr ist Alltags-in-den-Tag-Starten-Chaos. Von 9 bis 11.30 Uhr habe ich ein kleines Fenster. Aber dann muss ich schon zu Hause zum Mittagessen sein – oder irgendwo sein wo ich die Möglichkeit zum Mittagessen habe. Danach ist Mittagsschlaf. Ich bin also frühestens ab 14 Uhr wieder verfügbar. Wobei es passieren kann dass ausgerechnet dann die Mausi um 13.30 Uhr erst einschläft.

Wenn jemals ein Arbeitgeber von mir maximale Flexibilität fordert (was inzwischen eh die meisten tun): hier! Ich! Wenn ich eines kann dann flexibel zu sein.

In diesem Sinne….

Gute Nacht die Zweite.

 

 

3 Comments

Wow, Respekt! Ich denke Mama-sein ist wirklich ein harter aber sehr schöner Job. Habe nachdem ich deinen Text gelesen habe, total das Bedürfnis meine Mama mal zu drücken.

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Ui ui ui 😀 ich glaub aber das mit dem Schlafen wird besser 😉

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wenn dann, dass die kinder besser schlafen – ansonsten: nur kurz 😉

ich sag nur pubertät, partys, etc…. *lol*

liebe grüße!
tina

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