Wiktoria's Life

Travel the world – Großbritannien

Es ist der erste Samstag im Monat und das heißt auf meinen Blog: wir reisen um die Welt! Willkommen bei Travel the world: Großbritannien. In diesem Zuge möchte ich Euch von meiner Reise nach England im Jahr 2013 berichten.

Union Jack

Mein Papa leitet eine Ballettschule. Eine seiner Schülerinnen – Lara – hat sich im Frühling 2013 zum Dance World Cup qualifiziert der in diesem Jahr in Brighton in Großbritannien ausgerichtet wurde. Meine Geschwister und ich beschlossen spontan uns eine große Gaudi zu gönnen und kamen kurzerhand mit.

Zusammen mit Lara und ihrer Mama flogen wir von München nach London Gatwick. Unsere Familie beschloss dass wir uns einen Tag London ansehen würden und am Abend mit dem Bus nach Brigthon nachkämen. Da Laras Familie eine Verwandte in der Gegend hat trennten sich unsere Wege vorerst.

London im Schnelldurchlauf!

Wir nahmen nur für die weiten Entfernungen die Tube. Ansonsten brachten wir die Füße zum Glühen! Da wir nur einen Tag hatten haben wir so viel wie möglich in diesen Tag gepackt. Wir waren bei der Queen zum Tee (auch wenn sie für uns mit ihrer Gewohnheit brechen musste und den Tee schon am Vormittag einnahm – sie hat uns aber glaubhaft versichert dass sie es gerne getan hat). Wir rannten rüber zum Hard Rock Cafe, dem Ursprung des ganzen Hard Rock Wahnsinns. Eric Clapton war in den 70ern nämlich Stammgast im Hard Rock und hatte seinen festen Sitzplatz. Um sich den zu sichern hänge er seine Gitarre über diesen. Nur kurze Zeit später schickte Peter Townshend von The Who ebenfalls seine Gitarre ins Hard Rock. So begann die Sammlung die sich heute auf die ganze Welt erstreckt. Als leidenschaftliche Hard Rock Shirt Sammlerin musste ich natürlich eines von der Geburtststadt London haben.

Vom Hard Rock ging es weiter zum Picadilly Circus. So langsam merkten wir die schweren Beine (die Entfernungen sind nicht zu verachten) und gönnten uns in einer Sandwich Bar eine kleine Pause. Unserem Papa war noch ein Besuch beim Royal Opera House wichtig bevor wir zum Big Ben und dem Parlament rannten (an dieser Stelle entschuldige ich mich für die Qualität meiner Bilder, im Jahr 2013 hatte ich nur einen kleinen Knipszwerg). Weiter zur Westmister Abbey bevor wir in die Tube stiegen um zur London Brigde und dem Tower of London zu kommen. Abends fuhren wir dann zurück zum Flughafen Gatwick von wo aus wir einen Bus nach Brighton nahmen.

Klingt alles schnell und abgehetzt? War es auch. Aber gleichzeitig war es mega cool.

Brighton

Wir kamen Abends in Brighton an. Im Hotel erwartete uns erstmal eine böse Überraschung. Meine Schwester und ich wurden im untersten Keller bzw. Verließ untergebracht. Das Fenster war eine Kellerluke an der Decke des Zimmers. Und dafür hätten wir 200 Euro pro Nacht zahlen sollen! Wir machten unserem Ärger auf nicht ganz charmante Art und Weise Luft und siehe da …. wir bekamen ein Zimmer mit seitlichem Seeblick (und seitlichen bzw. schrägen Fußböden) im ersten Stock – hübsch und hell und keinesfalls ein Verließ. Nach dieser Aufregung machten wir drei uns erstmal auf die Suche nach Essen und Alkohol. Wir aßen Pizza in einer Bude bevor wir in einem Nachtsupermarkt Dosenbier kauften. Ich sage es Euch – mit Papa, Bruder und Schwester nachts am Strand sitzen, Dosenbier trinken, zu lachen und aufs Meer zu schauen… Das war schon ziemlich klasse! Ein grandioser Abend.

Am nächsten Tag machten wir Geschwister uns auf um Brighton zu erkunden. Unser Papa war derweil mit Lara am Veranstaltungsort des Dance World Cup. Der kleine Kurort mit seiner Schwesterstadt Hove ist entlang der Promenade angeordnet. Es gibt in Brighton eigentlich nur drei Highlights – das Brighton Pier, den Royal Pavilion und die kleine verwinkelte Gegend The Lanes. Ebenfalls spannend ist die Brandruine die mitten im Meer steht – der West Pier. Es wurde 1975 geschlossen um rennoviert zu werden – was niemals passiert ist. 2002 brach bei einer Strumflut die Brücke zusammen, 2003 brach ein Feuer aus dass mangels Zugang niemals gelöscht werden konnte. Zwar wurde seit 2006 geplant das Pier wieder aufzubauen, dies geschah wegen der hohen Kosten allerdings nie. Im Februar 2014 brach der Pier in zwei Teile. Ich persönlich finde die Geschichte des Piers total spannend – vor allem ist der Anblick sehr irritierend – da steht ein Gerüst einfach so mitten im Meer und keinen scheint es zu kümmern.

Aber zurück zu uns. Wir erkundeten das Royal Pavilion, die Sommerresidenz von George IV. Dies war unheimlich interessant – George hatte nämlich einen Narren an Indien und China gefressen und hat sich im Pavilion ein Abbild der Kulturen geschaffen. Ein Raum schöner als der andere. Leider durfte man dort nicht fotografieren. Sonst hätte ich Euch noch viel mehr Fotos gezeigt. Wir streiften ebenfalls durch die Lanes, ein tolles uriges Ecken mit verwinkelten Gassen und allerlei spanneder kleiner Geschäfte. Und selbstverständlich waren wir auch auf dem Brigthon Pier – einer Seebrücke auf der ein für seine Verhältnisse großer Freizeitpark steht. Dort erfüllte ich mir einen lang gesehnten Wunsch. Ich warf eine Flaschenpost ins Meer. Ich schrieb auf Englisch, Deutsch, Polnisch und Spanisch meine Nachricht, meine Schwester ergänzte sie um Russisch. Ich gab meine E-Mail-Adresse an und warte seitdem auf Antwort. Leider kam bisher nichts.

Und dann war natürlich auch noch unser Shooting Star Lara! Sie tanzte im Brighton Dome – jenen ehrwürdigen Hallen in denen der 19. Eurovision Song Contest im Jahre 1974 stattfand – und die Superstars ABBA hervorbrachte. Auf eben dieser Bühne gab Lara ihren Beitrag zum Dance World Cup zum besten. Wir Geschwister haben uns vorher noch in einem Shop Flaggen von Deutschland gekauft (wegen des Wettbewerbees gab es in der ganzen Stadt überall Flaggen von allen teilnehmenden Nationen). Wir haben Vollgas gegeben und waren mindestens so laut wie der Pulk britischer Fans!

Am Heimreisetag haben wir dann erfahren dass unser ursprünglich gebuchter Bus gar nicht zum Flughafen Gatwick fuhr. Also nahmen wir alle ein Taxi – auf der linken Spur auf der Autobahn… ich sage es Euch, das hatte seinen Nervenkitzel!! Man ist es überhaupt nicht gewohnt – allein schon die Taxi Fahrt war Abenteuer pur!

Am Flughafen stellte ich dann fest dass mein Boarding Pass verschwunden war… Zum Glück hatte unser Flieger Verspätung und ich konnte den ganzen recht weiten Weg zum Check In zurückrennen. Den Pass hatte ich einfach nur liegen lassen – aber das Adrenalin kochte in uns allen, vor allem in mir. Da ich eh unter Flugangst leide war ich fix und fertig mit den Nerven und kaufte mir im Flugzeug tränenaufgelöst erstmal ein Bier. Eine 0,33 Dose für 5 Euro. Sie war jeden Cent wert, danach war ich angenehm ruhig und konnte halbwegs ruhig nach Hause fliegen.

Der Kurztrip nach London und Brighton war sensionell. Trotz oder eigentlich wegen dem Kellerverlies im Hotel, dem Schock am Flughafen. Es hat unsere Bindung als Geschwister sehr verstärkt und außerdem hatten wir einfach eine Mordsgaudi. Es war der Hammer.

 

Hier sind die anderen Teilnehmer von Travel the world:
Donnerstag (03.03): Sarahs Neverland // Freitag (04.03): Eulenleben // Samstag (05.03): Wiktorias Life //
Sonntag (06.03): Light it Up // Montag (07.03): A lion’s world // Dienstag (08.03): Laura Viktoria //
Mittwoch (09.03): Lacolee // Donnerstag (10.03): Make up Blog // Freitag (11.03): Geri Diaries //
Samstag (12.03): The Fantastic World of Mine // Sonntag (13.03) : Sonjas besondere Welt //
Montag (14.03): MitternachtsSpiegel // Dienstag (15.03): Sternentraum Mädchen

1 Comment

Oh my, ich glaube dir sofort dass dein Bier jeden Cent wert war! Welchen Platz hat Lara denn gemacht? 😀 Ich finde solche Reiseberichte immer toll zu lesen, wenn es nicht übermäßig viele Fotos gibt. Ein bekannter von mir macht immer gefühlte Millionen Bilder und dann werden alle anderen dazu genötigt, sie sich anzuschauen. Dass man ein bisschen vorsortieren könnte findet er aber wohl nicht, denn manchmal haben 10 Bilder fast das exakt selbe Motiv… Verrätst du mir, wie du diese tollen Collagen gemacht hast? 😀

LG
Nessa

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