[Türchen Nr. 19] – von ganzem Herzen: Weihnachten zu Hause im Arzbacher Hof

Mein Blog heißt: Aus ganzem Herzen

Hier findet ihr mich:  http://aus-ganzem-herzen.de/ 

Ich heiße: Michaela

Ich bin: Ich bin 36 Jahre alt, Mama von drei Kindern und Wirtin (gelernte Hotelfachfrau) vom Arzbacher Hof. Zusammen mit meinem Mann leben wir im Arzbacher Hof am Fuße der oberbayerischen Alpen. Hobby’s habe ich viele. Die ersten die mir einfallen sind Reisen, Lesen, Wandern- und bergsteigen und im Winter Skifahren.

So lange blogge ich schon: Seit Sommer 2015

Darüber blogge ich: Ich schreibe über Menschen, die uns begegnen und inspirieren. Dinge die mir am Herzen liegen. Geschichten aus dem Isarwinkel und über unser ganz alltägliches Leben als Familie in einem bayrischen Wirtshaus. Außerdem versuche ich die besonderen Orte und Momente für dich zu finden, um sie hier mit dir zu teilen. Ausflugsziele, Rezepte, Gastro- und Familientipps… mit inbegriffen. Meine Gedanken und Texte kommen aus ganzem Herzen und ich würde mich sehr, sehr freuen, wenn du einmal bei mir auf meinem Blog vorbei schaust.

Weihnachten im Arzbacher Hof

Servus zusammen aus dem wunderschönen Oberbayern! Mein Name ist Michaela und bin Mama von drei kleinen Kindern, verheiratet und Wirtin vom Arzbacher Hof. Ich schreibe über Menschen, die uns begegnen und inspirieren. Dinge die mir am Herzen liegen. Geschichten aus dem Isarwinkel und über unser ganz alltägliches Leben als Familie in einem bayrischen Wirtshaus. Außerdem versuche ich die besonderen Orte und Momente für dich zu finden, um sie hier mit dir zu teilen. Ausflugsziele, Rezepte, Gastro- und Familientipps… mit inbegriffen. Meine Gedanken und Texte kommen aus ganzem Herzen und ich würde mich sehr, sehr freuen, wenn du einmal bei mir auf meinem Blog vorbei kommst und dich ein bisschen umschaust.

Alicja hatte mich gebeten in ihrem ganz zauberhaftem Blog ein paar Zeilen über Weihnachten zu schreiben. Also nicht Weihnachten im Allgemeinen, sondern Weihnachten in der Gastronomie, Weihnachten zu Hause im Arzbacher Hof. Zugegeben bei uns ist Weihnachten, die „staade Zeit“(stille Zeit)  wie  man auf bayerisch sagt, alles andere als ruhig. Das geht bereits los in der Adventszeit, wenn eine Weihnachtsfeier die nächste jagt und auch sonst noch tausend andere Dinge zu erledigen sind. Aber wenn ich so drüber nach denke, dann ist es auch nicht wirklich hektisch bei uns. Es ist mehr so eine straff zusammen gefasste Routine, die uns innerlich ganz ruhig und entspannt sein lässt. Wir wissen ja, auch wenn noch viel los ist, wir schaffen das. Immer. Irgendwie.

Seitdem wir Kinder haben, nehmen wir die Adventszeit paradoxerweise viel bewusster wahr. Ich glaube es liegt daran, dass wir uns einfach die Zeit für all die ganzen Weihnachtsrituale nehmen, sie bewusst und ganz genießen. Das tut man ohne Kinder nicht so leicht, denke ich. Mein Mann und zwei unserer Kinder haben kurz vor Weihnachten Geburtstag und wir feiern mit genauso viel Geschenken und einer angemessenen Party, wie wenn dieser Tag an einem „ganz gewöhnlichen“ Tag unterm Jahr wäre. Weil es eben so ist, man muss die Feste feiern wie sie fallen und am gerade dann, wenn man denkt, dass eigentlich gar keine Zeit dafür ist.

Am Heiligen Abend bleibt der Arzbacher Hof geschlossen. Dieser Tag gehört uns als Familie. Das ist uns unglaublich wichtig. Tatsächlich ist es so, dass das Geschenke einpacken oder zum Beispiel das Tannenbaum schmücken eher nebenher passieren. Den meisten Tag schreiben wir Reservierungslisten, stellen gefühlte tausend Mal die Tische um, bevor alles passt und jeder Gast Platz findet. Meistens klingelt dann noch den ganzen Tag das Telefon, Kurzentschlossene holen noch einen Last-Minute-Essengutschein ab und irgendwas ist immer noch ausgegangen, so dass einer von uns doch noch mal kurz zum Großmarkt fahren musste. (und wenn es nur für die Lichterkette an unserem Baum ist, die jedes Jahr pünktlich zu Weihnachten ihren Geist aufgibt) Doch irgendwann nimmt mein Mann unsere Kinder an die Hand, Oma und Opa packen sich auch warm ein und dann gehen alle zusammen zur Kirchsteinhütte ins Längental. Das ist in meiner Familie schon lange Tradition und bei einem einstündigen Marsch durch den Wald und auf den Berg hinauf, erzählen wir uns dann Geschichten. Über das Christkind und die Engel und ich schwöre, ich habe es jedes Jahr gesehen. Das Christkind. Schnell vorbei huschend, hinter einem Baum oder einer vorbei ziehenden Wolke am Himmel, immer war es da. Selbst dann, als ich nicht mehr an das Christkind geglaubt habe, hatte ich es immer noch bei mir spüren können. Im Idealfall rodelten wir dann mit unseren Schlitten den Berg hinunter und kamen völlig außer Puste und mit roten Backen wieder zu Hause an. Meine Mama hat in der Zeit das Christkind mit den Geschenken rein gelassen. Und wenn ich jetzt meine Kinder sehe, die die gleiche wunderbare Kindheit wie ich erleben dürfen, dann werde ich ganz andächtig und still. Und dankbar. Das am allermeisten. Ich glaube daher kommt ein großes Stück von diesem Urvertrauen, das so tief in mir verankert ist. Von diesen ganz besonderen Tagen im Wald, an denen das Christkind zu uns kam.

Als es am ersten Weihnachtsfeiertag dann mit der Ruhe in unserem Haus wieder vorbei war, da habe ich das als Kind immer als ganz wunderbar empfunden. Wir konnten in Ruhe mit unseren Geschenken spielen, ausnahmsweise stundenlang Fernsehen und dosenweise Plätzchen essen. Mama und Papa waren da, aber ließen uns sein. Es war perfekt für uns und ich habe eine leise Vermutung, dass unsere Kinder das ähnlich empfinden könnten. Zumindest haben sie das gleiche Strahlen im Gesicht wie ich auf den Dias von damals.

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