Wiktoria's Life

Zweite Stunde QiGong

Heute Abend hatte ich zum zweiten Mal QiGong.

Noch vor Beginn der Stunde hat mich Helmut dabei „erwischt“ wie ich auf meinem Vivosmart auf die Uhr geschaut habe. Da die Stunde unsere kleine Auszeit vom Alltag sein soll möchte er dass wir unsere Uhren draußen lassen. Letztes mal konnte ich ihm die Vivosmart noch als reines Fitness-Armband verkaufen 🙂 Jedenfalls hat er mich heute dabei erwischt und mich grinsend gefragt ob ich denn nicht lieber ohne die Uhr hier sein will. Da die Bewegungen im QiGong sehr weich sind und ich mein Tagesziel eh schon erreicht hatte habe ich mich entschlossen sie abzulegen und draußen zum Mantel zu bringen.

Heute fand ich viel leichter in die Grundhaltung und es hat sich auch nicht mehr so fremd angefühlt. Wir eröffneten die Stunde mit dem Bewegten Stehen. Es hat schon viel besser geklappt als in der ersten Stunde, die Bewegung war geschmeidig und fließend (und nicht so unentspannt und verkopft wie beim ersten mal). Dann zeigte Helmut uns die erste komplexere Übung, nämlich „Die Dreifache Gestalt“ (ich bin noch auf der Suche nach YouTube Videos zum Thema, zum einen für mich selbst zum zu Hause nachüben und zum anderen für Euch zum Anschauen – dann werden die genannten Begriffe auch greifbarer).

„Die Dreifache Gestalt“ sind drei kleine Bewegungsabläufe in denen mit den Armen sanfte Kreise gedreht werden und bei denen sich die Arme heben und seknen. Bei jeder Bewegung der Arme geht der Körper synchron hoch oder runter. Diese drei Abläufe übten wir relativ lange. Leider war ich bei den ersten Wiederholungen viel schneller fertig als die anderen Kursteilnehmer. Ich versuchte Geschwindigkeit herauszunehmen aber ich war immer noch zu schnell. Ich muss noch viel langsamer werden.

Spannend war was dann passierte: einer der Teilnehmerinnen wurde etwas schummrig, sie musste sich sogar kurz hinlegen. Einer anderen blieb etwas der Atem weg – dabei haben wir uns wirklich nur ganz sanft bewegt! Helmut erklärte dass hier das QiGong langsam seine Wirkung zeigen würde und sagte uns auch dass QiGong keine klassische Gymnastik sei sondern auch zu therapeutischen Zwecken eingesetzt würde. Unsere Körper würden langsam in den Zustand der totalen Entspannung gleiten und der Kreislauf müsse noch hinterher kommen.

Wie es sich herausstellte waren wir fast alle bei den Übungen eher kurzatmig. Obwohl das für QiGong nicht kriegsentscheidend ist zeigte uns Helmut dennoch ein paar Übungen um in den tiefen Atem zu kommen. Auch zeigte er uns im Zuge dieses kleinen Exkurs in den aktiven und schnellen Stressabbau noch ein paar Sofortgriffe zur Lockerung der Nacken- und Schultermuskulatur – und ich muss sagen: es hat unheimlich gut und vor allem schnell geholfen.

Meine Uhr habe ich in dieser Stunde nicht vermisst, eher war ich überrascht wie schnell die Stunde vorbei war. Wie schon letzte Woche bin ich mit einem tiefen Gefühl der Entspannung und Zufriedenheit nach Hause gegangen.

Langsam fängt meine ursprüngliche Neugierde an sich in echtes Interesse zu wandeln. Vielleicht besorge ich mir doch noch Fachliteratur zum Thema.

Nach zwei Stunden kann ich schon in jedem Fall das Fazit ziehen dass ich nie so entspannt war wie nach diesen zwei Einheiten. Ich weiß nicht ob es die Kombination der Bewegungen ist, die es ausmacht. Oder die ruhige Atmung. Oder die Atmosphäre. Aber noch nie hat etwas es geschafft mich so sehr runterzuholen wie es das QiGong schafft. Ich bin schon sehr gespannt auf die weiteren Stunden.

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